Feierstunde mit Wegbegleitern und Unterstützern

Die Kesseldruckprobe ist für das Dinslakener Holz-Energiezentrum (DHE) ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur Inbetriebnahme. Das Erreichen dieses Etappenziels lädt dazu ein, einen Moment innezuhalten und sich bei den Weggefährten und Unterstützern des Projektes im Rahmen einer Feierstunde zu bedanken. Dieser Tradition kamen die Stadtwerke Dinslaken und die Dinslakener Holz-Energiezentrum GmbH & Co. KG am Freitag, 25. November, auf dem Gelände des DHE nach.

Die Baumaßnahmen werden weiterhin mit unverminderter Kraft fortgesetzt. Das DHE soll mit Beginn der Heizperiode 2024/2025 in Betrieb gehen. Denn wird der gesamte Fernwärme- und Strombedarf Dinslakens aus einem Erzeugungsmix aus Biomasse, Altholz und Erneuerbare Energien gedeckt. Auch am Tag der Kesseldruckprobenfeier waren rund 300 Arbeiter auf der Großbaustelle im Einsatz. Die hohe Bedeutung, die dem DHE für die kommunale Energieversorgung zukommt, spiegelt sich im Interesse von Politik und Verwaltung nieder: Zur Kesseldruckprobe waren Vertreter des Landes NRW und Dinslakens Bürgermeisterin Michaela Eislöffel zugegen und haben im Rahmen der Feierstunde persönliche Grußworte an die Anwesenden gerichtet.

„Das DHE ermöglicht uns damit nicht allein die annähernd klimaneutrale Fernwärmeversorgung für ganz Dinslaken, es leistet auch einen wertvollen Beitrag für die Sicherheit unserer Stromversorgung. Mit dem DHE leisten wir für Dinslaken das, was für Deutschland dringend gebraucht wird: Versorgungssicherheit durch eine autarke und nachhaltige Strom- und Wärmeversorgung,“ so Josef Kremer, Geschäftsführer der Stadtwerke Dinslaken, im Rahmen der Kesseldruckprobenfeier. Das DHE zeige sich bereits jetzt als Best Practice sowohl hinsichtlich der notwendigen Schritte zur Erreichung der Klimaziele als auch der Sicherung einer städtischen Wärme- und Stromversorgung mit bezahlbarer Energie für die Bürger*innen.

Symbolisches Einschlagen der Nieten bei der Kesseldruckprobe mit dem Geschäftsfüher der Stadtwerke Dinslaken Josef Kremer, BM Michaela Eislöffel und Dirk Stokvis, Geschäfstführer des Kesselbauers Doosan Lentjes GmbH

Was ist eine Kesseldruckprobe?

Die Druckprobe ist ein vom TÜV überwachter Stresstest für den Kessel, für ein Kraftwerk kommt ihre Bedeutung einem Richtfest gleich: Die erfolgreiche Kesseldruckprobe zeigt, dass das Herzstück der Anlage seinen künftigen Anforderungen gewachsen ist. Die beiden Kessel des DHE haben eine Feuerungswärmeleistung von je 50 MW. Im späteren Betrieb werden in den Kesseln Wassertemperaturen von 400° C herrschen, so heiß ist der Wasserdampf, der mit 40 bar gegen die Kesselwände drückt. Diesen Belastungen müssen sie standhalten. Die Kesseldruckprobe simuliert diese Belastung. Hält der Kessel stand, ist er erfolgreich vom TÜV abgenommen. Bei der Kesseldruckprobe wird 20° C warmes Wasser in die Kessel gefüllt und der Druck über mehrere Stunden schrittweise auf 110 bar erhöht. Dieses Verhältnis entspricht der Belastung von 40 bar bei 400° C. Die maximale Belastung wird für 30 Minuten gehalten. Während des gesamten Vorgangs werden die Kessel auf etwaige Leckagen überprüft. Dies geschieht sowohl visuell als auch durch die Kontrolle des Drucks, der bei einer Undichtigkeit abfallen würde.

Die beiden Kessel des DHE haben ihre Druckprobe erfolgreich bestanden. Dieser Meilenstein auf dem Weg zur Inbetriebnahme des Holz-Energiezentrums wird mit einem symbolischen Akt, der Stempelung des Kesselschildes, bestätigt.

Der symbolische Abschluss

Ist die Druckprobe erfolgreich bestanden, wird das so genannte Kesselschild mit dem eingravierten Stempel des TÜV in die dafür vorgesehenen Kupfernieten eingeschlagen. Dies wird zum symbolischen Akt. Traditionell schlägt der TÜV nur die erste Niete ein, die anderen drei überlässt er dem Kraftwerksbetreiber, dem Kesselbauer oder den Ehrengästen der Kesseldruckprobenfeier. Die insgesamt acht Nieten für die beiden Kessel des DHE werden bei der Feier im Festzelt eingeschlagen, die Schilder dann im Anschluss an den Kesseln befestigt. 

Die Ansprache und Dankesrede zum symbolischen Einschlagen der Nieten hielt Dirk Stokvis, Geschäftsführer des Kesselbauers Doosan Lentjes GmbH aus Ratingen.

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